To share

Essen ist für mich mehr als Nahrungsaufnahme, essen ist Kommunikation. Mit meinem Gegenüber, dem Raum, mit allem. Je ungezwungener die Atmosphäre desto besser die Gespräche. Wer gerne Sushi essen geht (oder eine italienische Mama hat) kennt das Prinzip: Das Essen kommt in die Mitte und jeder pickt sich was raus. Eine große Schüssel Pasta macht jeden Abend von Beginn an witziger als sechs portionierte Teller Bolo. Essen zu teilen ist quasi das warme versprechen auf einen angenehmen Abend.
Wenn das stimmt (und das tut es), frage ich mich, warum es diese Erkenntnis nicht auf die Menükarten schafft. Ok, einige Grills bieten Menüs für zwei an – aber hauptsächlich weil kaum jemand in der Lage ist, dass 1.100 gramm T-Bone alleine zu essen. Oder zu bezahlen.

Die Kategorie „To Share“ finde ich wichtiger als „Starters, Mains, Dessert“.

Das Produkt eines Restaurants ist schließlich nicht das Essen. Es ist die Atmosphäre, die Stimmung, das Erlebnis. Und eine echtes gemeinsames Essen ist doch kaum zu toppen. Ich plädiere für Gerichte, die man teilen kann, bezahlbar p.P. Nicht, um alle klassischen Drei-Gang Gerichte zu ersetzen. Aber zu ergänzen. Unsere Erfahrungen damit werde ich beizeiten in einem eigenen Beitrag analysieren.

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